Was für ein Spiel, was für ein Rahmen, was für eine Werbung für den Tischtennis-Sport? Fragen, die gestern in fast fünf Stunden Spielzeit vor fast 200 Zuschauern beantwortet werden konnten.

Mit einem Spektakel hat der MTV Eintracht Bledeln perfekte Voraussetzungen für ein Spitzenspiel der Extraklasse geschaffen. Angefangen beim Einlaufen zur Begrüßung der einzelnen Spieler, Livestream mit 1300! Zugriffen über Facebook oder einfach nur einem Liveticker. Hoch motiviert wollte unser Verfolger uns frühzeitig den Schneid abkaufen, aber mit ihrer bisher besten Doppelleistung in dieser Saison konnten Jannik Hehemann & Andreas Scholle gegen Fricke & Schleinitz den Kopf noch aus der Schlinge ziehen und den 0:3 Fehlstart mit einem knappen 3:2 Sieg abwenden, denn Nico Bohlmann & Jonathan Habekost und auch Oliver Tüpker & Fynn Pörtner, der im Einzel für Carsten Dunkel wich, waren mehr oder weniger chancenlos in ihren Doppeln.

Jannik Hehemann zeigte im Anschluss - mal wieder - wie man perfekt gegen Abwehr spielt und konnte für die Sportfreunde ausgleichen. Wie ausgewechselt im Vergleich zum Hinspiel präsentierte sich der atheltische Tim Fricke den enthusiastisch anfeuernden Fans beim 3:1 Sieg über Nico Bohlmann. Und auch Hannes Rupp konnte erstmals gegen Oliver Tüpker gewinnen. Beim Stand von 2:2 zog Rupp das Tempo erneut an und brachte Bledeln mit 4:2 in Front. Im Duell der beiden "Senioren" hob sich Andreas Scholle seine bisher beste Saisonleistung für Bouska, den Prager Import, auf: mit einem Kantersieg hielt er seine Mannen in Schlagdistanz. Jonathan Habekost musste allerdings eine ebenso heftige Pleite im ersten Duell gegen Linkshänder Schleinitz einstecken.

 

 

Carsten Dunkel holte zwei wichtige 3:0 Siege

 

Katze2016

Fotoquelle: foto.straede.de

 

Verlass war abermals auf Carsten Dunkel, der im ersten Durchgang allerdings eine Schrecksekunde erlebte, knickte er um, konnte aber zum Glück weiterspielen und Coco mit 3:0 auf die Bank schicken.

 

5:4 weiterhin also MTV Eintracht Bledeln in Front.

 

Im Duell der 1er machte sich Nico Bohlmann das Leben zu meist selber schwer, spielte er in manchen Situationen überhastet, was Abwehrer Giebenrath in die Karten spielte. Im Entscheidungsatz behielt Nico allerdings kühlen Kopf und stellte abermals den Ausgleich her; 5:5.

Eines der Höhepunkte war sicherlich das Duell zwischen Fricke und Jannik Hehemann. Spektakuläre Ballwechsel, abgewehrte Matchbälle von Jannik im vierten Satz, so dass es auch hier in den fünften Satz ging. Beim Stand von 9:9 war es allerdings Fricke, der kurioserweise mit der linken Hand - sonst spielt er mit rechts - den Punkt machte. Jannik schickte ihn durch die Konter- und Blockhölle aber Fricke lief gefühlt um sein Leben und schenkte unfassbare Vorhand-Granaten ins Ziel ein. Die Halle stand Kopf und nachdem Andreas Scholle zum wiederholten Male chancenlos gegen den flinken Rupp war, stand das Spiel beim Stand von 7:5 kurz vor der Entscheidung. Oliver Tüpker siegte mit Krampf und Kampf über Bouska: beiden Akteuren merkte man die physische Belastung nun an, aber Oliver agierte - auch hier im Entscheidungssatz - letzendlich sicherer und hielt uns im Spiel: enorm wichtiger Sieg, denn siegte Carsten Dunkel wie im Hinspiel deutlich gegen Schleinitz zum 7:7 Ausgleich. Ein psychologischer Vorteil gefühlt, denn hatten wir noch unser Abschlussdoppel in Peto, wo wir favorisiert waren - ein Remis so weit in Reichweite. Nach einem 1:2 Satzrückstand war es allerdings Jonathan Habekost, der die Weichen auf Sieg stellte. Beim 7:8 im vierten drehte Jonny auf, spielte noch aggressiver, holte sich diesen vierten Satz mit 11:8, um im fünften in Galaform mit 11:2 über Coco zu triumphieren.

 

 

zeigten zwei starke Doppelleistungen: 

Jannik Hehemann & Andreas Scholle

 

DoppelJannikAndreas2016

Fotoquelle: foto.straede.de

 

Nach starkem Beginn wurden Rupp & Giebenrath im Schlussdoppel immer besser und setzten Jannik Hehemann & Andreas Scholle gehörig unter Druck, aber das Momentum war im dritten und vierten Satz auf Oeseder Seite, so dass der umjubelte Sieg vor den Augen der Oeseder-Fangemeinde gefeiert werden konnte.

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